Erfahrungsberichte
Debian - Netgear GA311 Netzwerkkarte PDF Drucken E-Mail
Freitag, 04. Januar 2008 um 00:53

Ich wollte heute meinem Homeserver eine Gigabit-Netzwerkkarte spendieren. Beim Booten erkannte das Linux-System (Debian 4.0r2 Etch) auch den auf der Netgear GA311 verbauten Realtek-Chip R8169. Allerdings musste ich feststellen, dass der Kernel offensichtlich nicht richtig mit der Karte zusammenarbeiten wollte. ethtool eth1 zeigte mir eine Geschwindigkeit von nur 10 MBit/s mit Halfduplex an. Auch ein Aufruf von ethtool eth1 --change speed 1000 brachte nichts.

Allerdings zeigte mir lsmod | grep r8169 an, dass der Chip wohl erkannt wurde. Also musste wohl etwas mit dem Treiber nicht stimmen. Cry

Vergeblich habe ich nach einen neueren Linux-Treiber auf der Netgear-Website gesucht. Weit und breit nur Windows-Treiber. Schreien

Da auf der Netzwerkkarte aber ein Realtek-Chip verbaut ist, habe ich mal auf deren Website nachgesehen und dort auch den entsprechenden Sourcecode für Linux gefunden. Also habe ich wget angeschmissen und den Treiber auf meinen Server geladen. Selbiger lag als Archiv vor, welches ich mit tar vjxf r8169-6.aaa.bb.tar.bz2 entpackt habe. Das Kompilieren war unter Debian kein Problem. Einfach in das Verzeichnis des entpackten Treibers wechseln und dort mit make clean modules gefolgt von einem make install als Superuser kompilieren. (Damit selbiges funktioniert müssen natürlich die Header-Files des installierten Kernels, sowie die entsprechenden Tools installiert sein. Sowas hat man aber als Linux-User sowieso immer auf der Platte.) Dannach sollte eine Datei mit dem Namen r8169.ko im Unterverzeichnis src des Treibers liegen. Natürlich muss erst der alte Treiber mit rmmod r8169 runter. Dann installiert man den frisch kompilierten Treiber mit depmod -a gefolgt von einem insmod ./src/r8169.ko. Nach der Installation des Treibers erkannte das System die Karte neu und initialisierte selbige. Mit ifconfig und ethtool eth1 habe ich dann überprüft ob alles in Ordnung ist und das System danach noch zur Sicherheit neu gestartet, damit auch alle Netzwerkdienste richtig damit laufen. Wer diese Netzwerkkarte also unter Linux einsetzen will, sollte den Treiber von der Realtek-Seite nehmen, falls Probleme damit auftauchen.

Ich schätze aber dass in neueren Kernel-Versionen die Karte sicher von alleine erkannt wird. Zwinkern

 
Linux - Das distributionsunabhängige Handbuch 2.0 PDF Drucken E-Mail
Freitag, 26. Oktober 2007 um 13:44

Das Buch mit dem Titel "Linux - Das distributionsunabhängige Handbuch" dürfte den meisten Linux-Benutzern bekannt sein. Nun hat Galileo Computing die 2. Auflage veröffentlicht und das Buch umfasst nun insgesamt 1119 Seiten. Wer sich wie ich für Linux interessiert, sollte sich dieses Angebot näher ansehen, denn es ist kostenlos online lesebar, kann hier als Zip-Datei heruntergeladen werden und ist natürlich auch wieder für 40 Euro als gebundenes Buch mit DVD erhältlich. (ISBN 978-3-8362-1090-4) Die im Buch enthaltene mehrseitige DVD enthält die Distributionen openSuse 10.2, Gentoo, Ubuntu 7.04, Slackware, OpenBSD, Knoppix und SLAX, sowie das Openbook und zweieinhalb Stunden Video-Lektionen. Die Distributionen sind also nicht mehr ganz taufrisch, sind aber sowieso kostenlos im Internet erhältlich.

Das Buch (ob jetzt als gewöhnliches Buch oder eBook) ist wirklich empfehlenswert für alle die sich näher mit dem System beschäftigen wollen. Zwinkern

 
Wordpress - Probleme mit deutschen Umlauten PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, 23. August 2007 um 16:25

Wenn die Wordpress-Datenbank mit einer älteren Version erstellt wurde, kann dies zu Problemen bei einigen Zeichen wie den deutschen Umlauten führen. Die aktuelle Version 2.2 der Blog-Software verwendet nämlich UTF-8, was auch gut ist. Allerdings wurden Datenbanken - darunter auch meine - mit älteren Versionen mit dem Latin1- bzw. latin1_swedish_ci-Zeichensatz erstellt. Daher kann es zu Problemen mit der Darstellung kommen. Auch hier auf bensite.net schien man dieses Problem schon zu haben.

Es gibt allerdings schon Lösungen für dieses Problem. Hier auf codex.Wordpress.org gibt es eine Beschreibung wie man die Konvertierung manuell durchführen kann, die aber sicher unzumutbar ist denn man soll nach dieser die gesamte Datenbank Spalte für Spalte in den Blob-Typ und nach der Konvertierung der Datenbank zu UTF8 wieder zurückkonvertieren. Der Umweg zum Blog-Typ ist leider notwendig, da die Texte sonst von MySQL unbrauchbar gemacht würden. Zum Glück gibt es Plugins, die einem diese Arbeit abnehmen, zB hier auf g30rg3 Blog. Das Plugin kann nach der Konvertierung wieder entfernt werden. Aber auf jeden Fall sollte man erst seine Datenbank unbedingt sichern! Nach der Konvertierung mit diesem Plugin wurden auf meinem Blog übrigends alle Umlaute und Sonderzeichen falsch angezeigt. Auch die Angabe zur Verwendung von UTF-8 für die Datenbank in der wp-config.php half alleine nichts. Allerdings gibt es in den Einstellungen von Wordpress auch die Möglichkeit den Zeichensatz anzugeben. Dort muss man das "UTF-8" durch ein "utf8" ersetzen. (Zu finden unter: Einstellungen / Lesen) Seit dem läuft wieder alle wie geschmiert. Zwinkern

UPDATE: Anscheinend ist die Änderung in den Wordpress-Einstellungen doch nicht notwendig. Es reicht den Zeichensatz in der wp-config.php festzulegen. Warum es bei mir erst jetzt so funktioniert kann ich leider nicht sagen. Wer Probleme mit der Anzeige hat, kann es ja immer noch zusätzlich mit dieser Einstellung versuchen.

 
FireFox - Praktische Plugins PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, 16. August 2007 um 19:01

Es gibt unzählige FireFox-Plugins. Deshalb will ich diejenigen vorstellen, die sich bei mir vor im Alltag bewährt haben. Ich habe mir auch die Mühe gemacht um auch gleich alle Links dazu aufzulisten. Mit einem Klick auf den Namen des jeweiligen Plugins kommt man gleich zur Downloadseite auf den Mozilla-Servern. Also, hier alle von mir verwendeten und empfohlenen FireFox-Plugins:

ADBlock Plus Ein Plugin, dass eigentlich Standard sein sollte. Es beseitigt effektiv Werbebanner von Webseiten. Gefiltert wird schlicht und einfach nach der URL.

ADBlock Filterset.G Updater Dieses Plugin versorgt ADBlock Plus mit den entsprechenden Filterdaten. Damit muss man sich fast gar nicht mehr sehr um die Aktualität der Filterliste sorgen.

Aging Tabs Damit werden alternde Tabs in mehreren Farbabstufungen anders eingefärbt. Dadurch ist auf einem Blick zu erkennen, welche Tabs schon lange nicht mehr benutzt wurden. Gleichzeitig sind aktuelle Tabs leichter zu erkennen.

BBCode Xtra Für Benutzer die viel in Foren und Blogs sind unverzichtbar. Es werden neue Menüpunkte in dem Kontextmenü von Textfeldern generiert. Damit lassen sich schnell die verschiedensten Formatierungen für BBCode, Html und XHtml erzeugen. Kurze Tags können natürlich schneller manuell eingegeben werden, aber Links und das Einfügen von URLs zu Bildern über die Zwischenablage sind mit diesem Plugin viel bequemer.

Cache Status Zeigt in der Statusleiste an, wieviel der Cache aktuell und maximal sowohl im Arbeitsspeicher als auch auf der Festplatte einnimmt. Auf Wunsch kann auch der Cache automatisch beim Erreichen einer bestimmten Grenze gelöscht werden.

CookieCuller Das Aufräumen von alten Cookies ist ziemlich lästig. Jeder halbwegs versierte Internet-Benutzer weiß dass manche davon zB ihre Bewegungen im Internet protokollieren. Beim Aufräumen will man aber natürlich nicht die Cookies für viel besuchte Websites wie zB Internet-Foren löschen. Mit CookieCuller kann man bestimmte Cookies vor dem Löschen schützen. Einmal festgelegt kann der Rest jedesmal in einem Rutsch gelöscht werden.

Customize Google Entfernt Werbung von fast allen Google-Angeboten und optimiert diese auch. Bei angezeigten Suchergebnissen erscheinen auch gleichzeitig Links zu alle alternativ möglichen Suchmaschinen. So kann man schnell auf eine andere Suchmaschine wechseln, sollte Google nicht das richtige finden.

DownThemAll Ein integrierter Downloadmanager für FireFox. Damit lassen sich auch zB alle Links die auf ein bestimmtes Dateiformat verweisen in einem Rutsch herunterladen. Mehrere Gleichzeitige Teil-Downloads pro Datei und viele andere Optionen machen das Plugin zu einer guten Alternative zum Standard-Download-Dialog von Firefox.

FEBE Als FireFox-User reicht es nicht nur alle Bookmarks zu sichern. Wer seine ganzen Plugins, Themes,... alles sichern möchte sollte einen Blick auf dieses Plugin werfen. Gesichert wird entweder automatisch regelmäßig zu bestimmten Zeiten oder manuell per Menüeintrag. Auf jeden Fall sehr empfehlenswert.

CLEO Eine Erweiterung zum Plugin FEBE (siehe Vorheriges). Es erlaubt das Erstellen von Plugin-Paketen. So kann man eine ganze Sammlung an Plugins,.. in ein einziges zusammenfügen und auf andere Installationen übertragen.

IE Tab Damit kann man einen Tab aufmachen in dem der Internet Explorer läuft. Praktisch für bockige Seiten die nur für einen Browser gemacht wurden und für Webdesigner/-master.

NoScript Ein weiteres Plugin das nirgendwo fehlen sollte. Damit lässt sich genau bestimmen welche Scripts auf Websiten ausgeführt werden dürfen. Natürlich können bestimmten Websites auch temporär zugelassen werden, ohne die Einstellungen verändern zu müssen. Ich empfehle die Filterung von allen Scripts die nicht zu der Domain einer Website gehören. Damit entfernt man gleichzeitig auch viel Werbung. Die IE-ähnliche Informationsleiste ist etwas lästig lässt sich aber deaktivieren. Informationen über geblockte Scripts können auch in die Statusleiste gelegt werden.

Tab Mix Plus Die eierlegende Wollmilchsau für Tabs. Hiermit kann man so gut wie alles nur denkbare mit Tabs anstellen. Die vielen Funktionen lassen sich wahlweise ein-/ausblenden. Besonders das Duplizieren und Wiederherstellen von Tabs ist sehr praktisch. Der Session-Manager erlaubt die Speicherung von mehreren Sitzungen in Profilen. So können Tab-Sets mit nur einem Klick geöffnet werden. Wenn Firefox abstürzt oder das Fenster aus versehen geschlossen wird, lässt sich ohne weiteres die letzte und vorletzte Sitzung schnell wiederherstellen. Die umfangreichen Konfigurationsmöglichkeiten erfordern zwar Anfangs etwas Zeit und man muss evaluieren welche man wirklich braucht, aber sobald alles läuft möchte man nicht mehr darauf verzichten.

VideoDownloader Erlaubt den Download der Videos von Videoportalen wie YouTube. Die FLV-Dateien können dann bequem auf der Festplatte archiviert und mit dem FLV-Player jederzeit angesehen werden.

 
Debian 4.0 auf Toshiba Satellite M60 PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, 20. Juni 2007 um 19:12

Erst vor kurzem wollte ich Debian 4.0 Etch auf meinen Toshiba Satellite M60 installieren. In diesem Laptop befindet sich eine ATI Mobility Radeon X700. Eigentlich bringt diese Distribution einen eigenen ATI-Treiber mit. Allerdings scheint er auf dem Laptop nur Probleme zu verursachen. Debian lässt sich zwar installieren, aber beim Start des X-Servers wird der Bildschirm schwarz. Verzweifelt habe ich versucht, den X-Server irgendwie in Gang zu bringen. Doch nicht einmal der VESA-Treiber hat bei einer Auflösung von 1024x768 funktioniert. Stirnrrunzeln

Letztendlich habe ich allerdings im Internet doch noch eine Anleitung gefunden die funktioniert. Sie erklärt wie man den proprietären ATI-Treiber in deb-Pakete umwandelt, die sich anschließend installieren lassen und in den Kernel integriert werden können. Ergebnis: Grafikkarte und TFT wurden einwandfrei erkannt. Na, da bin ich erleichtert...Endlich Linux auf diesem schwierigen Laptop. :)

 

EDIT: Den Link zur Anleitung musste ich entfernen, da er inzwischen auf eine dieser zahlreichen Spam-Seiten verweist. Schreien Danke für den Hinweis an den User Zarah.

 
Launchy PDF Drucken E-Mail
Sonntag, 08. April 2007 um 22:01

Launchy ist ein kostenloses Tool mit dem man Programme/Ordner/Bookmarks/... schnell finden und aufrufen kann.

launchy.jpg

Es wurde einmal auf GigaTV vorgestellt und ich nutze es seit dem regelmäßig. Deshalb möchte ich es hier vorstellen. Bei Vista hat man ja im Startmenü ein neues Suchfeld bei dem man zB nur einen Programmnamen eingeben muss um selbiges schnell starten zu können. Launchy bietet die selbe Funktionalität für alle Windows-Versionen, und noch viel mehr. Man legt einfach fest, mit welcher Tastenkombination das Suchfenster angezeigt werden soll. Im Gegensatz zum Vista-Suchfenster handelt es sich hier um einen extra Dialog den man mit Skins belegen kann. Das Programm bietet außerdem die Möglichkeit zusätzliche Ordner zu durchsuchen. Solche Ordner können dann zB Batchdateien oder zusätzliche Verknüpfungen enthalten, die bestimmte Vorgänge ausführen. Ich nutze diese Möglichkeit zB für mein Shutdown-Programm. Die Eingabe Shutdown Server, ruft eine Verknüpfung auf, welche meinen Homeserver schnell über das Netzwerk herunterfährt. Sogar die eigene MP3-Sammlung lässt sich dadurch schnell und einfach durchsuchen. Es durchsucht sogar die Bookmarks im FireFox. Um eine Seite zu besuchen braucht man nur dessen Titel einzugeben. Meist wird der Eintrag bereits nach ein paar Buchstaben angeboten. Außerdem findet man auf der Website weitere Möglichkeiten. Zum Beispiel kann man direkt aus dem Launchy-Fenster eine Google-Suche veranlassen indem man nur eintippt Google + Tab + Suchbegriff Launchy kann man von der Website www.launchy.net herunterladen. Die Installation ist unkompliziert und für die Konfiguration braucht man es nur aufzurufen und mit der rechten Maustaste anklicken.

 
Windows Vista - Erste Eindrücke PDF Drucken E-Mail
Freitag, 09. März 2007 um 12:47

Bereits bei dem Testen der öffentlichen Beta 2 sind mir einige Dinge aufgefallen, die beim praktischen Einsatz stören würden. Leider hat auch der jetztige Release-Candidat einige Maken. Ich möchte hier über die ersten Erfahrungen mit dem Release-Candidat berichten.

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